
An die Mitglieder des JSV Rammenau eV
Erklärung zu meiner Amtsniederlegung und dem Austritt aus dem Verein
Liebe Sportlerinnen und Sportler, liebe Trainer, liebe Mitglieder,
mit diesem Schreiben informiere ich euch darüber, dass ich mein Amt als stellvertretender Vorsitzender des JSV Rammenau eV mit sofortiger Wirkung niederlege und gleichzeitig meine Vereinsmitgliedschaft kündige.
Über mehr als zehn Jahre hinweg habe ich die Arbeit als stellvertretender Vorsitzender mit vollem Herzen ausgeführt. Dabei habe ich meine persönlichen Belange stets hintenangestellt. Mein oberstes Ziel war und ist es, Schaden vom Verein abzuwenden. Leider zwingen mich die aktuellen Zustände im Vorstand nun zu diesem drastischen Schritt.
Die Kommunikation innerhalb des Vorstandes ist seit Monaten, wenn nicht Jahren, massiv gestört und findet in weiten Teilen gar nicht mehr statt. Ein offener Austausch und ein respektvolles Miteinander werden abgelehnt. Aufgaben werden nicht in den dafür festgelegten Ressorts bearbeitet, sondern einseitig und diktatorisch entschieden. Probleme werden totgeschwiegen, statt sie gemeinsam zu lösen. Zudem muss ich eine zunehmende Ungleichbehandlung und Missachtung von Mitgliedern und Sportlern feststellen.
Für mich persönlich kam es zu einem massiven Vertrauensbruch, da mir gezielt Informationen vorenthalten wurden, ich aus Informationsgruppen ausgeschlossen wurde und geheime Absprachen stattfanden. Eine konstruktive Zusammenarbeit ist auf dieser Basis unmöglich geworden. Offensichtlich ist meine Person im aktuellen Gefüge ein Grund für Unmut und Ärger. Ich möchte nicht länger der Grund dafür sein, dass das
Management des Vereins unter dieser Situation leidet.
Diese vereinstypischen und schädigenden Zustände sind für mich nicht mehr tragbar. Es ist eine Entwicklung, die leider System hat: Über die Jahre wurden die Vorstände Reinhard Trettin, Jens Müller und Roman Fischer verärgert und verließen den Verein. In jüngster Vergangenheit legten auch André Hantsch und Dirk Rinke aus genau diesen Gründen ihr Vorstandsamt nieder.
Selbst das jüngste Angebot, den Verein zu retten, wurde nicht angenommen. Stattdessen wurden meine Person und der Finanzvorstand durch abwertende Worte verhöhnt. Dieser verachtende Zustand verlangt aus meiner Sicht eigentlich die sofortige Absetzung des 1. Vorsitzenden, um weiteren Schaden abzuwenden. Um die notwendige Ordnung und den Respekt wiederherzustellen, ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung zwingend erforderlich, um einen neuen Vorstand zu wählen – eine Versammlung, die vom 1. Vorsitzenden jedoch seit Monaten blockiert wird. Sollte es zu einer echten Neuwahl und einer grundlegenden Neuausrichtung kommen, wäre eine zukünftige Mitarbeit im Verein, nicht im Vorstand, für mich durchaus wieder vorstellbar.
Ich bedanke mich bei euch allen für die langjährige gemeinsame Zeit. Ich wünsche allen Sportlern und Trainern von Herzen alles Gute, maximale Erfolge auf und neben der Matte und vor allem Gesundheit.
Mit sportlichen Grüßen,
Patrik Eisold
Demitz-Thumitz, den 15.10.2026

